Museo Egizio
Das älteste Ägypten-Museum der Welt
Übersicht
Vom Museo Egizio über das Kinomuseum in der Mole bis zu MAUTO und GAM – Turins große Museen mit Öffnungszeiten, Preisen 2026 und Tipps zur sinnvollen Planung.
Das älteste Ägypten-Museum der Welt
Eines der ältesten Automuseen der Welt
Museum für moderne & zeitgenössische Kunst
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Turin ist eine der dichtesten Museumsstädte Italiens - wer vor allem an Barockplätze und Königspaläste denkt, wird vom Ausmaß der Sammlungen überrascht sein. Vier Häuser ragen heraus und ließen sich gut über zwei bis drei Tage verteilen – das Museo Egizio, das Nationale Kinomuseum in der Mole Antonelliana, das Automobilmuseum MAUTO und die GAM für moderne Kunst. Hinzu kommen die königlichen Sammlungen rund um die Piazza Castello. Dieser Überblick ordnet die wichtigsten ein und nennt Öffnungszeiten und Preise für 2026.
Das Museo Egizio ist der unangefochtene Star unter Turins Museen und eines der wichtigsten seiner Art überhaupt. König Carlo Felice von Savoyen gründete es 1824 mit dem Ankauf der Sammlung Drovetti; es ist das älteste ausschließlich der altägyptischen Kultur gewidmete Museum der Welt. Die Sammlung umfasst rund 40.000 Exponate – davon sind etwa 3.300 in den Ausstellungssälen zu sehen, dazu kommen rund 12.000 Objekte in den Galerien der Materiellen Kultur.
Für das meistbesuchte Haus der Stadt lohnt ein Online-Ticket mit Zeitfenster, um die oft langen Schlangen zu vermeiden – das gilt auch für Inhaber der City-Card. Plane für den Rundgang großzügig zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden ein. Ausführlich porträtiert ist das Museum auf der Seite zum Museo Egizio.
Das Museo Nazionale del Cinema liegt im Wahrzeichen der Stadt, der Mole Antonelliana (Via Montebello 20), und gilt als eines der originellsten Filmmuseen Europas. Die Sammlung deckt drei Bereiche ab – die Archäologie des Kinos beziehungsweise das Vorkino, die Fotografie sowie die Geschichte des Films – und umfasst über 3,25 Millionen Objekte. Die Ausstellung windet sich spektakulär um die zentrale Halle des Kuppelbaus.
Der Panorama-Aufzug fährt durch die offene Kuppel hinauf zur Aussichtsplattform und bietet einen der besten Rundblicke über Turin bis zu den Alpen – die Kombination aus Museum und Aufzug ist das naheliegendste Ticket. Mehr dazu auf der Seite zur Mole Antonelliana.
Turin ist die Wiege von Fiat, und das MAUTO (Museo Nazionale dell'Automobile) erzählt die Geschichte des Autos in einem architektonisch markanten Bau im Süden der Stadt am Po, Corso Unità d'Italia 40. Die Dauerausstellung zeigt über 200 Originalfahrzeuge von rund 80 Marken aus aller Welt, dazu weitere etwa 70 Wagen im Open Garage. Die Sammlung ist also ausdrücklich international und nicht allein auf heimische Marken beschränkt.
Für den Besuch solltest du etwa zwei bis zweieinhalb Stunden einplanen. Da das MAUTO abseits des Zentrums am Po liegt, ist es am besten als eigener Programmpunkt geplant, gut erreichbar mit Tram oder Bus. Details auf der Seite zum Automobilmuseum MAUTO.
Die GAM, vollständig Galleria Civica d'Arte Moderna e Contemporanea (Via Magenta 31), ist Turins Adresse für Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts. Die Sammlung zählt über 50.000 Werke; die Schwerpunkte liegen auf der italienischen Moderne, der internationalen Moderne mit Namen wie Chagall und Warhol sowie auf der Arte Povera – jener in Turin verwurzelten Bewegung mit Künstlern wie Merz, Boetti, Pistoletto und Penone.
Die GAM liegt westlich der Innenstadt und ist damit – wie das MAUTO – eher ein eigener Programmpunkt als ein Abstecher zwischendurch. Für den Rundgang solltest du rund anderthalb bis zwei Stunden einplanen. Die 10 Euro gelten für die Dauersammlung; bei den wechselnden Sonderausstellungen (2026 etwa zu Linda Fregni Nagler und Lisetta Carmi) gelten eigene Tarife, die nur auf der jeweiligen Ausstellungsseite stehen – vor der Reise lohnt der Blick auf gamtorino.it. Mehr auf der Seite zur GAM.
Wer sich für Geschichte und alte Kunst interessiert, findet im Zentrum gleich mehrere weitere große Häuser. Der Palazzo Madama am Rand der Piazza Castello beherbergt das Museo Civico d'Arte Antica und ist Teil des UNESCO-Welterbes der Savoyer-Residenzen. Gegenüber vereinen die Musei Reali im Palazzo Reale mehrere Sammlungen unter einem Dach – darunter die Galleria Sabauda, das Museo di Antichità und die Königliche Rüstkammer. Das Museo del Risorgimento zur italienischen Einigung und, etwas außerhalb, die prächtige Reggia di Venaria runden das Angebot ab.
Der praktische Vorteil – Egizio, Palazzo Madama und die Musei Reali liegen alle fußläufig um die Piazza Castello, und auch das Kinomuseum an der Via Montebello ist nur wenige Gehminuten entfernt. Dieses Zentrums-Cluster lässt sich gut an einem Tag kombinieren, während MAUTO im Süden und GAM im Westen jeweils einen eigenen Halbtag verdienen.
Bei so vielen kostenpflichtigen Häusern lohnt sich ein Blick auf die Mehrfach-Tickets. Die Torino+Piemonte Card ist 2026 weiterhin aktuell und bietet freien Eintritt in über 60 Museen und Attraktionen, darunter Egizio, Kinomuseum, MAUTO und GAM. Die Preise – 24 Stunden (max. drei Eintritte) 29,90 Euro, 48 Stunden 39,90 Euro, 72 Stunden 45,90 Euro (Under 18 nur 18,90 Euro) und 120 Stunden 52,90 Euro; aktiviert wird sie beim ersten Eintritt.
Wie sich die Karte im Detail rechnet, steht im Ratgeber zur Torino+Piemonte Card. Einen breiteren Überblick über die Stadt gibt der Überblick über die Sehenswürdigkeiten Turins.