Mole Antonelliana
Kinomuseum & Aussichtsturm
Übersicht
Die 16 wichtigsten Sehenswürdigkeiten Turins im Überblick – von der Mole Antonelliana über die Savoyer-Residenzen bis zu Dom, Plätzen und Park. Mit Preisen, Gratis-Tipps und Card-Hinweis.
Kinomuseum & Aussichtsturm
Das älteste Ägypten-Museum der Welt
Barocker Prachtplatz mit Königspalästen & Arkaden
Königspalast der Savoyer
Renaissance-Kathedrale mit dem Grabtuch
Eleganter Barockplatz mit Zwillingskirchen
Stadtmuseum für alte Kunst an der Piazza Castello
Barocke Königsresidenz & Gärten der Savoyer
Eines der ältesten Automuseen der Welt
Museum für moderne & zeitgenössische Kunst
Barockbasilika mit Königsgruft über Turin
Ältester Stadtpark mit Borgo Medievale
Größter Freiluftmarkt Europas
Barocke Hofkirche an der Piazza Castello
Klassizistische Kuppelkirche am Po
Barockes Marienheiligtum im Quadrilatero Romano
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Turin trägt seine Geschichte als Residenzstadt des Hauses Savoyen sichtbar in den Straßen: barocke Paläste, kilometerlange Arkaden, ein eisernes Wahrzeichen und ein Park am Po. Diese Übersicht ordnet die 16 wichtigsten Sehenswürdigkeiten ein – was sich lohnt, was kostenlos ist und wie du sie sinnvoll kombinierst. Die drei großen Museen darunter bündelt zusätzlich der eigene Museums-Überblick.
Das unverkennbare Wahrzeichen ist die Mole Antonelliana: 167 Meter hoch, mit dem Museo Nazionale del Cinema im Inneren und einem gläsernen Panoramaaufzug, der in knapp einer Minute durch das offene Innere zur Aussichtsterrasse auf 85 Metern gleitet. Der Aufzug allein kostet 9 €, das Museum 18 €, das Kombiticket 23 € – mit der Torino+Piemonte Card ist beides inklusive. Ruhetag ist der Dienstag.
Das herrschaftliche Zentrum bildet die Piazza Castello, an der gleich zwei Residenzen liegen. Der Palazzo Reale mit den Musei Reali (Vollpreis 15 €, 18–25 Jahre 2 €, unter 18 frei) verbindet Prunksäle, Waffenkammer, Galleria Sabauda und die Cappella della Sindone unter einem Tagesticket; Schließtag ist der Mittwoch. Der Palazzo Madama mit dem Museo Civico d'Arte Antica kostet 10 € (ermäßigt 8 €), wobei Innenhof und Juvarras Freitreppe frei zugänglich bleiben; Ruhetag ist hier der Dienstag. Ein verbreitetes Missverständnis: Palazzo Madama und Dom sind eigenständige Institutionen und nicht Teil der Musei Reali – eine Kombikarte „Palazzo Reale + Palazzo Madama + Dom" gibt es nicht.
Drei Häuser von Weltrang machen Turin zur Museumsstadt: das Museo Egizio (18 €, täglich geöffnet, Online-Zeitfenster Pflicht), die GAM für moderne Kunst (10 €, montags zu) und das Automobilmuseum MAUTO am Po (18 €). Alle drei stellt der Museums-Überblick ausführlich vor.
Im Umland warten zwei savoyische Großbauten, die je einen halben Tag füllen. Die Reggia di Venaria, UNESCO-Welterbe mit Juvarras Galleria Grande und weiten Barockgärten, liegt rund 10 Kilometer nordwestlich und verlangt für das Komplettticket „All in a Palace" 25 € (nur Gärten 6 €); Ruhetag ist der Montag. Hin kommst du mit dem Auto in 20 bis 25 Minuten oder mit dem Venaria-Express (Dienstag bis Sonntag): werktags reicht ein normaler GTT-Fahrschein, am Wochenende gilt ein 7-€-Tagesticket (4 € mit Card). Die Basilica di Superga thront auf rund 650 Metern über der Stadt mit Königsgruft und Alpenpanorama – Kirche und Cappella del Voto sind frei, Kuppelaufstieg (4 €) und Königsgruft (6 €) kosten extra. Am stimmungsvollsten ist die Anfahrt mit der historischen Zahnradbahn ab Sassi (3,1 Kilometer, rund 16 Minuten), die ihre Saison 2026 am 3. April aufnimmt und mittwochs ruht; an Wochenenden und Feiertagen fährt sie erweitert von 9 bis 20 Uhr statt 10 bis 18 Uhr.
Acht der 16 Ziele kosten grundsätzlich keinen Eintritt. Der Turiner Dom ist frei zugänglich; im linken Seitenschiff ist die Vitrine des Grabtuchs gratis zu sehen (das Original zeigt sich nur bei seltenen Ostensionen, 2026 ist keine angekündigt). Die Piazza San Carlo, der „Salon" der Stadt, ist samt ihren beiden Zwillingskirchen frei, ebenso die Piazza Castello als öffentlicher Platz. Unter den Arkaden der Piazza San Carlo sitzen mit dem Caffè San Carlo und dem 1903 eröffneten Caffè Torino zwei der historischen Kaffeehäuser – eine Bicerin kostet am Tresen rund 3,60 €, im Sitzen 7 bis 7,50 € (mehr im Ratgeber zu Cafés und Aperitivo). Auf dem Mercato di Porta Palazzo kostet nur die Ware, und der Parco del Valentino am Po ist ganzjährig frei begehbar. Borgo Medievale und Rocca im Park bleiben allerdings wegen Restaurierung vorerst geschlossen (ein verbindliches Wiedereröffnungsdatum steht aus), und der Botanische Garten öffnet nur an Wochenenden und Feiertagen (Ende März bis Mitte November, 7 €). Jedes Frühjahr verwandelt zudem die Gartenausstellung FLOR den Viale Mattioli im Park für ein Wochenende in einen Blumenmarkt mit freiem Eintritt – die Ausgabe 2026 fand Ende Mai statt.
Auch sakral lässt sich Turin günstig erleben: Die Real Chiesa di San Lorenzo mit Guarinis Sternkuppel und einer maßstabsgetreuen Grabtuch-Kopie, das Santuario della Consolata und die Gran Madre di Dio am Po sind als aktive Kirchen alle kostenlos. Wichtig: Die echte Cappella della Sindone erreichst du nicht über den Dom, sondern nur über die Musei Reali (15 €). Ein Ticket brauchen dagegen sieben Häuser – Mole, Museo Egizio, Musei Reali, Palazzo Madama, GAM, Venaria und MAUTO; die Basilica di Superga ist der Zwitter dazwischen.
Der historische Kern ist gut an einem Tag machbar – ein Vormittag für das Museo Egizio (Online-Ticket ist Pflicht, plane 2 bis 2,5 Stunden und einen frühen Slot vor den Gruppen ein), dann eine Café-Pause an der Piazza San Carlo, die Piazza Castello mit Palazzo Reale samt Grabtuch-Kapelle, der freie Dom und zum Sonnenuntergang die Mole. Venaria und Superga lohnen wegen der Anreise je einen eigenen halben bis ganzen Tag und passen besser in einen Zwei- bis Drei-Tage-Plan – etwa vormittags Venaria oder nachmittags Superga mit der Zahnradbahn, dazu ein Spaziergang im Parco del Valentino; weitere Ziele im Umland sammelt der Ratgeber zu den Tagesausflügen. Achte auf die Ruhetage: Montags schließen GAM und Venaria (auch der Venaria-Express pausiert), dienstags Mole und Palazzo Madama, mittwochs Musei Reali und Superga-Bahn; nur das Egizio öffnet täglich. Wer mehrere Häuser kombiniert, prüft die Torino+Piemonte Card (24 h 29,90 €, 48 h 39,90 €, 72 h 45,90 €, 120 h 52,90 € – die 24-Stunden-Karte deckt maximal drei Museen, längere Laufzeiten sind unbegrenzt): Sie deckt unter anderem Egizio, Musei Reali, Kinomuseum samt Aufzug und Venaria ab; ab zwei bis drei teureren Museen rechnet sie sich. Für GAM, MAO und Palazzo Madama gibt es alternativ das Multimuseo-Kombiticket für 18 €, ein Jahr gültig.