Übersicht
Kirchen in Turin
Die fünf sehenswertesten Kirchen Turins – vom Dom mit dem Grabtuch über Guarinis Barockkuppeln bis zur Basilika von Superga hoch über der Stadt. Lage, Eintritt und Tipps.
5 Einträge
Basilica di Superga (Königsgruft & Alpenpanorama)
Real Chiesa di San Lorenzo (Guarinis Sternkuppel)
Gran Madre di Dio (Klassizistische Kuppelkirche am Po)
Santuario della Consolata (Marienheiligtum Turins)
Inhalt
Turins Kirchen sind ein Fest des Barock – die Baumeister Guarino Guarini und Filippo Juvarra haben der Stadt einige der kühnsten Kuppeln Italiens hinterlassen. Dazu kommt mit dem Grabtuch eine der berühmtesten Reliquien der Christenheit. Die meisten Häuser liegen zentral, eines krönt den Hügel jenseits des Po. Wir stellen die fünf sehenswertesten vor – mit Lage und allen Details findest du sie auch unten im Überblick.
Die wichtigsten Kirchen im Überblick
Wichtigste Kirche ist der Turiner Dom San Giovanni Battista, in dem das Heilige Grabtuch aufbewahrt wird. Das Original ruht ganzjährig in einer klimatisierten Vitrine im linken Seitenschiff und wird nur bei seltenen Ostensionen aufgespannt gezeigt; eine maßstabsgetreue Kopie kannst du frei in der Real Chiesa di San Lorenzo studieren. San Lorenzo ist zugleich Guarinis Meisterwerk – seine sternförmige Rippenkuppel aus acht sich kreuzenden Bögen erinnert an islamische Architektur.
Guarini schuf auch die Grundkonzeption der Santuario della Consolata, des Marienheiligtums der Stadt; den ovalen Presbyteriumstrakt und den Hochaltar ergänzte später Juvarra, die Radialkapellen Carlo Ceppi um 1900. Jenseits des Po schließt die klassizistische Kuppelkirche Gran Madre di Dio die Blickachse vom Zentrum ab – ein fotogenes Wahrzeichen mehr als ein Innenraum-Highlight. Hoch über Turin thront schließlich Juvarras Basilika von Superga mit der Grablege der Savoyer und weitem Alpenblick.
Eintritt, Tickets und Besuchstipps
Das Kirchenschiff ist überall kostenlos – einzelne Zusätze sind optional kostenpflichtig. San Lorenzo, Consolata und Gran Madre di Dio sind komplett gratis. Am Dom ist der Besuch frei; die Grabtuchkapelle (Cappella della Sindone) ist nicht über den Dom, sondern nur über die Musei Reali zugänglich (volles Ticket 15 €). In Superga sind Basilika und Cappella del Voto frei, kostenpflichtig sind dort drei einzeln buchbare Tickets: Kuppelaufstieg 4 € (erm. 3 €), Königsgruft 6 € (erm. 5 €, nur mit Führung) und Königsappartement 6 € (erm. 5 €). Ein offizielles Kombiticket gibt es nicht.
Alle fünf sind aktive Gottesdiensträume: am ruhigsten besichtigst du sie werktags am Vormittag außerhalb der Messzeiten. Achte auf angemessene, schulterbedeckende Kleidung. Für Superga lohnt sich ein klarer Tag wegen der Alpensicht – die Anfahrt mit der historischen Zahnradbahn Sassi–Superga ist selbst ein Erlebnis.
Häufige Fragen
Welche Kirchen in Turin sollte man gesehen haben?+
Pflichtprogramm ist der Turiner Dom San Giovanni Battista, in dem das Heilige Grabtuch aufbewahrt wird. Bei Interesse an Architektur folgt die Real Chiesa di San Lorenzo mit Guarinis sternförmiger Rippenkuppel. Dazu kommen die Consolata als Marienheiligtum der Stadt und die Basilika von Superga auf dem Hügel mit Königsgruft und Alpenblick. Die Gran Madre di Dio am Po ist vor allem ein fotogenes Wahrzeichen und eher Ergänzung als Pflichttermin.
Wie viele bedeutende Kirchen gibt es in Turin?+
Wir stellen die fünf wichtigsten ausführlich vor: Dom, San Lorenzo, Consolata, Gran Madre di Dio und die Basilika von Superga. Darüber hinaus hat Turin viele weitere sehenswerte Barockbauten, etwa San Filippo Neri als größte Kirche der Stadt, die Zwillingskirchen Santa Cristina und San Carlo an der Piazza San Carlo oder die Madonna del Carmine.
Welche Kirchen in Turin sind kostenlos?+
Der Innenraum ist bei allen fünf Kirchen kostenlos – Dom, San Lorenzo, Consolata und Gran Madre di Dio sind ohne Gebühr zugänglich, ebenso die Basilika und die Cappella del Voto in Superga. Kostenpflichtig sind nur einzelne, optionale Zusätze: in Superga der Kuppelaufstieg (4 €, erm. 3 €), die Königsgruft (6 €, erm. 5 €, nur mit Führung) und das Königsappartement (6 €, erm. 5 €); am Dom die separat über die Musei Reali zugängliche Cappella della Sindone (volles Ticket 15 €).
Wo sieht man in Turin das Grabtuch oder eine Kopie davon?+
Im Turiner Dom ruht das Original-Grabtuch ganzjährig kostenlos in einer klimatisierten Konservierungsvitrine; aufgespannt gezeigt wird das Tuch nur bei seltenen, im Voraus angekündigten Ostensionen. Eine maßstabsgetreue Kopie, an der sich Maße und Abdruck studieren lassen, hängt frei zugänglich in der Real Chiesa di San Lorenzo nahe der Sakristei. Weitere Kopien gibt es im Museo della Sindone und in der Chiesa del Santo Sudario, dort jedoch kostenpflichtig.
Wann besucht man Turins Kirchen am besten?+
Am ruhigsten sind alle fünf Kirchen werktags am Vormittag außerhalb der Messzeiten – es sind aktive Gottesdiensträume, in denen während der Messen nur eingeschränkt besichtigt werden kann. Für Superga lohnt sich zusätzlich ein klarer Tag, damit sich der Alpenbogen vom Hügel aus zeigt. In den Kirchen gilt angemessene, schulterbedeckende Kleidung.