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Die schönsten Tagesausflüge ab Turin

Königsschloss, Bergabtei und Weinhügel – die lohnendsten Ausflugsziele rund um Turin mit Anreise, Öffnungszeiten und Preisen für 2026.

Die schönsten Tagesausflüge ab Turin
Inhalt

Turin liegt günstig: Königsresidenzen, eine spektakuläre Bergabtei und eine der berühmtesten Weinregionen der Welt sind alle in Tagesausflugs-Distanz. Dieser Überblick sortiert die lohnendsten Ziele nach Anreise, Öffnungszeiten und Preisen, damit du deinen Tag realistisch planen kannst. Viele Häuser sind montags geschlossen – das ist bei der Planung die wichtigste Regel.

Reggia di Venaria Reale

Die Reggia di Venaria ist die spektakulärste Residenz vor den Toren der Stadt und Teil des Savoyer-UNESCO-Welterbes – mit Juvarras lichtdurchfluteter Galleria Grande und weitläufigen Barockgärten. Für einen Besuch solltest du nach Erfahrungswerten einen halben bis ganzen Tag einplanen, je nachdem, ob du nur das Piano Nobile oder auch Gärten und Sonderausstellungen mitnimmst.

Beim Ticket lohnt sich der Vergleich – die wichtigsten Varianten 2026:

  • Reggia + Giardini (Schloss und Gärten) – 18 Euro, ermäßigt 8 Euro.
  • Tutto in una Reggia (Kombiticket inklusive Castello und La Mandria) – 25 Euro, ermäßigt 10 Euro.
  • Nur Gärten – 6 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Ermäßigt sind hier Jugendliche von 6 bis 20 Jahren sowie Studierende unter 26. Das Piano Nobile und die Ausstellungen sind Dienstag bis Freitag von 9:30 bis 17:00 Uhr geöffnet, am Wochenende und an Feiertagen bis 18:30 Uhr; die Gärten Dienstag bis Sonntag von 9:30 bis 17:00 Uhr (im März bis 18:00). Montags ist geschlossen, außer an Feiertagen.

Ohne Auto kommst du mit dem GTT-Pendelbus Venaria Express (Linie 3990) hin, der unter anderem an der Piazza Castello und an der Piazza Vittorio Veneto im Zentrum abfährt; die Fahrt dauert ungefähr 30 bis 40 Minuten. Das Hop-on-Hop-off-Tagesticket kostet am Wochenende 7 Euro, mit der Torino+Piemonte Card 4 Euro. Alternativ fährt die reguläre GTT-Linie 11 ab der Gegend um Porta Nuova.

Basilica di Superga

Hoch über Turin thront die Barockbasilika von Juvarra mit der Königsgruft der Savoyer und einem grandiosen Blick über die Stadt bis zu den Alpen. Am stimmungsvollsten ist die Anreise mit der historischen Zahnradbahn (Tranvia Sassi–Superga). Sie startet 2026 am 3. April in den Sommerbetrieb und fährt montags bis freitags (außer mittwochs) stündlich von 10:00 bis 18:00 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen stündlich von 9:00 bis 20:00 Uhr. Mittwochs steht die Bahn still. Die Fahrkarten kaufst du in der Talstation Sassi.

Die Preise unterscheiden sich nach Wochentag:

  • Werktags – Einzelfahrt 4 Euro, hin und zurück 6 Euro.
  • Samstag und Feiertage – Einzelfahrt 6 Euro, hin und zurück 9 Euro.
  • Ermäßigt (über 65, Studierendengruppen, mit Torino+Piemonte Card oder Abbonamento Musei) – werktags 4 Euro für hin und zurück.

Von der Bergstation sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum Vorplatz der Basilika. Diese ist ab dem 1. März 2026 montags bis freitags von 10:00 bis 13:30 und 14:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, am Wochenende und an Feiertagen durchgehend von 10:00 bis 19:00 Uhr. Wer mehr will, steigt über 131 Stufen einer Wendeltreppe zur Aussichtsterrasse in rund 75 Metern Höhe hinauf – der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro, unter 12 Jahren frei. Das Alpenpanorama mit Monviso, Rocciamelone, Gran Paradiso und Monte Rosa zeigt sich allerdings nur bei klarer Sicht; bei Regen, Nebel oder Schnee bleibt die Kuppel zu. Mehr Details auf der Seite zur Basilica di Superga.

Sacra di San Michele

Das Wahrzeichen des Piemont thront dramatisch auf einem Felsen über dem Val di Susa. Die Benediktinerabtei wurde nach den Quellen um das Jahr 1000 gegründet – der Mönch Wilhelm nennt im späten 11. Jahrhundert das Jahr 966 beziehungsweise das Pontifikat Silvesters II. (999–1003), die Ursprünge liegen also etwa zwischen 983 und 1003. Die Abtei gilt als eine der Inspirationen für Umberto Ecos „Der Name der Rose”; ein wörtliches Eigenzitat Ecos dazu ist nicht hart belegt, die Verbindung wird aber häufig überliefert.

Geöffnet ist die Sacra von März bis Oktober täglich von 9:30 bis 17:30 Uhr, von November bis Februar montags bis samstags von 9:30 bis 16:30 Uhr. Der Standard-Eintritt liegt bei etwa 8 Euro; die erweiterte Führung durch Bibliothek, Piano Nobile und Museumsräume kostet 15 Euro (ermäßigt 13 Euro, Sonderkategorien 7 Euro), unter 6 Jahren ist sie frei.

Mit dem Auto fährst du über die A32 Richtung Frejus, Ausfahrt Avigliana Ovest, und brauchst ab Turin grob eine knappe Dreiviertelstunde. Sportlicher ist der Aufstieg zu Fuß ab Sant’Ambrogio entlang der 15 Via-Crucis-Stationen ab der Pfarrkirche San Giovanni Vincenzo: rund 1:30 Stunden hinauf, etwa eine Stunde zurück, gut 600 Höhenmeter, Schwierigkeit E (Wandern). Eine landschaftlich reizvolle Variante ist der „Sentiero dei Principi” ab Mortera. Für die Wanderung empfehlen sich Frühjahr und Herbst.

Die Langhe und Alba

Südöstlich von Turin liegt die UNESCO-Weinlandschaft der Langhe mit ihren sanften Hügeln, Burgen und Weinorten; von hier stammen Barolo und Barbaresco. Mit dem Auto bist du in rund einer Stunde dort – die Straßendistanz nach Alba beträgt etwa 84 Kilometer. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird es deutlich umständlicher, weshalb sich für diese Region ein Auto lohnt.

Weinkeller-Besuche sind in der Regel mit Voranmeldung möglich – meist über ein Online-Anfrageformular mit Bestätigung durch den Produzenten. Auch eine Trüffelsuche mit Hund und Guide lässt sich buchen. Die Gastronomie rund um Alba ist eher gehoben, und gerade Trüffelgerichte sind in der Saison teuer; konkrete Preise variieren stark.

Höhepunkt ist die Internationale Weiße-Trüffel-Messe in Alba, 2026 in ihrer 96. Ausgabe: Sie läuft an den Wochenenden von Samstag, 10. Oktober, bis Sonntag, 6. Dezember, im Palazzo Mostre e Congressi. Die Saison der weißen Trüffel fällt in den Oktober und November (die gesetzliche Sammelzeit reicht vom 1. Oktober bis 31. Januar). In diesen Wochen ist Alba allerdings sehr voll – wer es ruhiger mag, kommt außerhalb der Messetage.

Weitere Savoyer-Residenzen

Wer mehr von der königlichen Pracht sehen will, hat rund um Turin gleich mehrere Ziele zur Auswahl – alle gut für einen halben Tag:

  • Palazzina di Caccia di Stupinigi – das prächtige Jagdschloss im Süden, dienstags bis freitags 10:00–17:30 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen 10:00–18:30 Uhr, montags geschlossen, letzter Einlass 30 Minuten vor Schluss. Eintritt 12 Euro, ermäßigt (18–26 Jahre) 8 Euro, Young (6–17 Jahre) 5 Euro, unter 6 frei. Anreise ab Porta Nuova mit Tram 4 bis zur Endstation, dann Bus 41 Richtung Orbassano/Ospedale San Luigi bis Stupinigi; mit dem Auto über die Tangenziale Sud, mit kostenlosen Großparkplätzen am Viale Torino.
  • Castello Reale di Racconigi – Schloss und Park rund 29 Bahnminuten ab Turin auf der Linie Torino–Savona, vom Bahnhof rund 10 Minuten zu Fuß, Tickets ab etwa 5 Euro. Das Schloss ist donnerstags 10:00–18:00 Uhr (Führungen) und Freitag bis Sonntag 9:00–13:00 sowie 14:00–19:00 Uhr (freie Besichtigung) geöffnet, der Park täglich 9:30–18:00 Uhr (letzter Einlass 17:15); Montag bis Mittwoch geschlossen.
  • Castello di Rivoli – das Museum für zeitgenössische Kunst auf der West-Achse, dienstags bis freitags 10:00–17:00 Uhr, am Wochenende 10:00–19:00 Uhr, montags geschlossen. Eintritt 6,50 Euro, ermäßigt 4,50 Euro, unter 11 Jahren frei. Lässt sich gut mit der Sacra di San Michele auf einer Tagestour Richtung Susatal verbinden.

Wer an einem Tag mehrere dieser Häuser ansteuert, fährt mit der Torino+Piemonte Card oft günstiger: Venaria, Stupinigi und Rivoli sind im freien Eintritt enthalten. Sie kostet 2026 29,90 Euro für 24 Stunden, 39,90 Euro für 48 Stunden, 45,90 Euro für 72 Stunden und 52,90 Euro für 120 Stunden und deckt rund 80 Museen, Schlösser und Königliche Residenzen in Turin und im Piemont ab. Der Transport ist nicht inklusive, aber GTT-Tagestickets, die Sassi-Superga-Bahn und der Venaria Express sind damit vergünstigt.

Häufige Fragen

Welche Tagesausflüge ab Turin lassen sich gut kombinieren?+

Reggia di Venaria und die Basilica di Superga liegen beide nah am Stadtrand und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut an einem Tag machbar, auch wenn beide einzeln schon einen halben Tag füllen. Auf der West-Achse Richtung Susatal lassen sich die Sacra di San Michele und das Castello di Rivoli verbinden. Alba und die Langhe sowie eine Wanderung zur Sacra sind dagegen eher eigene Tagestouren.

Brauche ich für die Ausflüge ein Auto?+

Nicht zwingend. Venaria, Superga und Stupinigi sind per GTT-Bus, Tram oder Zahnradbahn erreichbar, Racconigi liegt direkt an der Bahnlinie Turin–Savona. Für die Langhe rund um Alba und für die Wanderung auf die Sacra di San Michele ist ein Auto deutlich praktischer, weil die letzten Kilometer mit Bus und Bahn umständlich sind.

Lohnt sich die Torino+Piemonte Card für Tagesausflüge?+

Wenn du mehrere Residenzen besuchst, ja. Die Card gibt es 2026 ab 29,90 Euro für 24 Stunden und schließt freien Eintritt unter anderem in Venaria, Stupinigi und Rivoli ein. Transport ist nicht inklusive, aber das Tagesticket des Venaria Express und die Sassi-Superga-Bahn gibt es damit vergünstigt. Mehr dazu im Ratgeber zur <a href="/torino-piemonte-card/">Torino+Piemonte Card</a>.